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Abgeschlossene Forschungsprojekte

Auswirkungen der Landnutzung auf den Wasserbedarf im östlichen Einzugsgebiet des Nils

Das Einzugsgebiet des Nils gehört zu den bekanntesten Flusseinzugsgebieten der Welt. Vor etwa 5000 Jahren hatte sich eine große Zivilisation herausgebildet, die von diesem Fluss abhängig war. Das Nil-Einzugsgebiet liegt in zehn Staaten und erreicht eine Ausdehnung von fast 6700 km. Das Flusseinzugsgebiet steht wegen Bevölkerungswachstum, hoher Abhängigkeit von der Landwirtschaft und einem höchst wechselhaften Klima unter starkem Druck, was zu Armut, Überschwemmungen und Dürren führt. In dieser Studie sollen Landnutzungsstrategien in Hinblick auf erwünschte Wasserverteilungsstrategien im östlichen Einzugsgebiet des Nils (Ägypten, Äthiopien und Sudan) untersucht werden. Es werden Auswirkungen der Landnutzung, insbesondere die der Landwirtschaft und der Staudämme mit ihren Unsicherheiten, in Hinblick auf den Klimawandel untersucht. Dazu wird das Simulationsmodell von Mike Basin auf den Maßstab eines Flusseinzugsgebietes angewendet. Wegen der großen Fläche werden Fernerkundungsmethoden zur Schätzung des Wasserbedarfs für bewässerte Gebiete, insbesondere zur Schätzung von Evapotranspiration (ET), verwendet. Weiterhin wird das Modell aus Angaben zur örtlichen Verteilung von Wasserbedarfsregionen gespeist. Die Modellierung im Maßstab des Flusseinzugsgebiets wird wesentliche Informationen über die Verteilung von Wasser-Ressourcen an politische Entscheidungsträger liefern. Dies wird durch eine Untersuchung dessen ermöglicht, ob einzelne Staaten unabhängig voneinander in der Lage sind, die Lebensmittelversorgung nur aufrecht zu erhalten, oder aber überschüssige Nahrung zu produzieren, um Engpässe in anderen Staaten des östlichen Einzugsgebietes des Nils zu überbrücken.

Letzte Änderung: 25. April 2017