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Dr. Michael Janoschka

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Dr. Michael Janoschka

Dr. Michael Janoschka

Johannisallee 19a
Raum 0.15
+49 341 97 32959
+49 341 97 32968 (Fax)
michael.janoschka@uni-leipzig.de
Sprechzeit:
nach Vereinbarung

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Kurzbiografie

Seit dem Wintersemester 2019/2020 lehre und forsche ich an der Universität Leipzig. In meiner wissenschaftlichen Arbeit interessieren mich insbesondere:

  1. Prozesse der Gentrifizierung, Verdrängung und Enteignung in der marktliberalen Stadt
  2. Mechanismen und Auswirkungen der Finanzialisierung von Wohnungsmärkten
  3. Städtische Protestbewegungen und Konflikte um die Aneignung von Stadträumen
  4. Aushandlung neuer städtischer Governance-Ansätze im Spannungsfeld von sozialen Initiativen und städtischer Politik
  5. Migrationsprozesse, soziale Ausgrenzung und die Rolle der Zivilgesellschaft im jüngeren politischen Rechtsruck

Meine regionale Expertise fokussiert sich insbesondere auf Städte und Regionen in Spanien (Madrid, Barcelona), Griechenland (Athen) und Lateinamerika (Buenos Aires, Mexiko City, Quito, Santiago de Chile, Rio de Janeiro). Darüber hinaus verankere ich gegenwärtig meinen konzeptionellen Ansatz zur kritischen Stadtforschung auch im lokalen Umfeld in der Stadt und Region Leipzig.

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Wissenschaftlicher Werdegang

Nach meinem Abschluss in Geographie an der Humboldt-Universität in Berlin (2002) arbeitete ich zunächst an der Bauhaus-Universität in Weimar und promovierte dann an der Goethe-Universität in Frankfurt (2007). Von 2008 bis 2010 war ich im Rahmen eines Postdoc-Marie-Curie-Projekts dann am Zentrum für Geistes- und Sozialwissenschaften des spanischen Nationalen Forschungsrats (CSIC) in Madrid tätig. Anschließend hatte ich dann bis 2016 hatte ich eine vom spanischen Wissenschaftsministerium geförderte Ramón y Cajal-Forschungsprofessur am Institut für Politikwissenschaft und Internationale Beziehungen der Autonomen Universität von Madrid inne, ehe ich bis zum Herbst 2019 drei Jahre lang am Geographischen Institut der Universität von Leeds arbeitete. Zum Wintersemester 2019/20 wechselte ich dann nach Leipzig. Darüber hinaus arbeite ich seit 2015 in Quito, Ecuador, und zwar als Honorarprofessor an der Fakultät für lateinamerikanische Sozialwissenschaften (FLACSO).

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Extern finanzierte Forschungsprojekte

Im Zeitraum von März 2020 bis Februar 2024 koordiniere ich das Projekt CONTESTED_TERRITORIES, ein von der Europäischen Kommission mit einer Zuwendung von 2.46 M € finanzierter Forschungsverbund mit 20 europäischen und lateinamerikanischen Partnern. Bei dem Projekt geht es darum, aus einer vergleichenden Perspektive ein alternatives Verständnis zu entwickeln, wie Menschen in Europa und Lateinamerika Raum und Räumlichkeit (d.h., „Territories“) in ungleichen Machtverhältnissen denken, gestalten, aushandeln und gemeinsam verwalten. Dabei geht es auch darum, wie unkonventionelle Modelle der sozialen Integration entwickelt und in die gesellschaftliche Praxis überführt werden. Theoretisch baut das Projekt auf einem Verständnis auf, dass in Zeiten tiefgreifender gesellschaftlicher Umbrüche alternative, oftmals lokal verankerte Wissensbestände wie z.B. des guten Lebens (spanisch: Buen Vivir) uns Anhaltspunkte für die Ausgestaltung einer alternativen Lebenswelt jenseits der fortschreitenden Akkumulation von Ressourcen, Kapital und Macht ermöglichen.

Darüber hinaus arbeite ich seit November 2019 in einem interdisziplinären Team mit Forschern der Universität von Leeds an dem Projekt NOVA VIDA, das von der British Academy bis Ende 2021 mit gut 300.000 € gefördert wird. In diesem Projekt untersuchen wir anhand des Katastrophenmanagements nach dem Erdbeben in Ecuador im Jahr 2016 in drei Städten, wie Rahmenbedingungen geschaffen werden können, um neue, von der Zivilgesellschaft ausgehende Beteiligungsprozesse für die gemeinschaftliche Entwicklung von Infrastrukturen zu schaffen. Dabei verwenden wir auch innovative Virtual-Reality-Szenarien, um nichttechnische Reaktionen von Menschen auf verschiedene gebaute Umgebungen zu erfassen und ihre praktische Umsetzung unter Berücksichtigung der einheimischen Baupraktiken sowie sozialer und kultureller Präferenzen zu bewerten. Mit diesem Projekt wird versucht zu verändern, wie die Infrastruktur nach einer Katastrophe konzipiert wird, und zwar aus einem multidisziplinären Ansatz, der Sozialwissenschaften und Informatik mit Architektur und Werkstofftechnik zusammenbringt.

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Lehre im Sommersemester 2020

Im Sommersemester 2020 leite ich zwei Lehrveranstaltungen, und zwar:

  • Im Bachelor-Studiengang Geographie das Modul 12-GGR-B-AG06 – Anthropogeographisches Forschungsprojekt, in dem unter dem Titel „Gewinner und Verlierer des Leipziger Immobilienbooms – eine kritische Analyse städtischen Wohnens“ anhand der Untersuchung eines spezifischen Quartiers exemplarisch bearbeitet wird, wie sich die städtische Zivilgesellschaft gegen Spekulation und Verdrängung organisiert und welche Lösungsansätze im Spannungsfeld von Immobilienboom, Stadtpolitik und Bürgergesellschaft gegenwärtig ausgehandelt werden.
  • Im Master-Studiengang Wirtschafts- und Sozialgeographie das Modul 12-GGR-M-AG14, mit dem Titel „Große Exkursion – Barcelona“. Am Beispiel der katalonischen Metropole Barcelona erfolgt hierbei eine kritische Auseinandersetzung mit stadtgeographischen Fragestellungen, die wegweisend für die gegenwärtige Transformation der Lebensbedingungen in europäischen Großstädten sind. Anhand von vier thematischen Schwerpunkten (Tourismus, Öffentlicher Raum, Wohnungsmarkt sowie der kollektiven Selbstorganisation und Aneignung der Stadt) wird gemeinsam erarbeitet, wie spezifische wirtschaftliche, gesellschaftliche und politische Rahmenbedingungen die Stadt Barcelona historisch geprägt haben, wie sich diese in jüngerer Zeit verändert haben, und wie sich diese Transformationen auf die Lebensqualität n der Stadt auswirken.

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Ausgewählte jüngere Veröffentlichungen

Ausgewählte jüngere Veröffentlichungen

Janoschka, M. et al. (2019): Tracing the socio-spatial logics of transnational landlords’ real estate investment: Blackstone in Madrid European Urban and Regional Studies. Online first: https://doi.org/10.1177/0969776418822061

Alexandri, G. & M. Janoschka (2019): Neoliberalism. The Wiley-Blackwell Encyclopedia of Urban and Regional Studies. https://doi.org/10.1002/9781118568446.eurs0220

Alexandri, G. & M. Janoschka (2018): Who Loses and Who Wins in a Housing crisis? Lessons from Spain and Greece for a Nuanced Understanding on Dispossession. Housing Policy Debate 28 (1): 117-134.

Janoschka, M. & L. Salinas (2017): Peripheral urbanisation in Mexico City. A comparative analysis of uneven social and material geographies in low-income housing estates. Habitat International 70: 43-49.

Janoschka, M & J. Sequera (2016): Gentrification in Latin America: Addressing the Politics and Geographies of Displacement. Urban Geography 37 (8): 1175-1194.

Beswick, J.; Alexandri, G.; Byrne, M.; Vives-Miró, S.; Fields, D.; Hodkinson, S. & M. Janoschka (2016): Speculating on London’s housing future: The rise of global corporate landlords in ‘post-crisis’ urban landscapes. City – analysis of urban trends, culture, theory, policy, action 20 (2): 321-341.

Janoschka, M. (2015): Politics, citizenship and disobedience in the city of crisis: a critical analysis of contemporary housing struggles in Madrid. Die Erde – Journal of the Geographical Society of Berlin 146 (2-3): 100-112.

Janoschka, M. et al. (2014): Gentrification in Spain and Latin America – A Critical Dialogue. International Journal of Urban and Regional Research 38 (4): 1234-1265.

Janoschka, M. & H. Haas (Hrsg., 2014): Contested Spatialities of Lifestyle Migration and Residential Tourism. Routledge: London.

Hidalgo, R. & M. Janoschka (Hrsg., 2014): La Ciudad Neoliberal. Gentrificación y exclusión en Santiago de Chile, Buenos Aires, Ciudad de México y Madrid (= Serie GEO_Libros 19). Pontificia Universidad Católica de Santiago de Chile: Santiago de Chile.

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Letzte Änderung: 21/02/2020