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Aktuelle Forschungsprojekte

Eigenmächtige Aneignungen öffentlicher Räume in Leipzig

Das Dissertationsprojekt knüpft an ein gegenwärtig sehr sichtbares Phänomen an: Bemalte Brückengeländer, umstrickte Poller, wetterfeste Tauschboxen und besetzte Parkplätze. Solche klein- und kleinsträumige Aneignungen scheinen sich seit einigen Jahren zu häufen und global zu verbreiten. Mit Hilfe der urbanen Praktiken werden gängige Nutzungsmuster hinterfragt und (städtische) Räume neu interpretiert und definiert (u.a. Grubbauer 2015: 141; Hofmann et al. 2012: 23; Karow-Kluge 2014: 11; Willinger 2014: 147; Schade 2013/2014).

Immer wieder taucht in der wissenschaftlichen und journalistischen Beschäftigung mit den diversen Formen von Aneignungen die Frage auf, was die verschiedenen Aneignungsformen urbaner Freiräume verbindet und „welcher gesellschaftliche Nutzen“ (Hauck et al. 2017: 7) von ihnen zu erwarten ist (Iveson 2013: 942). Einher geht damit vielfach eine proklamierende Perspektive auf die Aneignungen, d.h. den Praktiken wird eine – wie auch immer geartete – gesellschaftliche Funktion schon in der Definition zugeschrieben: Sie werden betrachtet als informelle Formen von Stadtplanung oder auch – im Zuge einer immer breiteren Rezeption von Neueren Theorien des Politischen auch in der Geographie – als Momente des Politischen bzw. einer Repolitisierung von Stadt. Empirische Studien jedoch, die sich damit beschäftigen, ob und wie die angesprochenen Aneignungen einen Teil bilden von oder im Widerspruch stehen zu institutionellen und formal institutionalisierten Strukturen, gibt es allerdings nur wenige (Beveridge/Koch 2017: 35).

In diese Lücke stößt die vorliegende Arbeit mit ihrer Frage, wie Aneignungspraktiken öffentlicher Stadträume entstehen.

 

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Letzte Änderung: 27. November 2019