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Aktuelles

Welche Baumart kühlt am besten?

Helen Ballasus erhält einen Preis der Deutschen Botanischen Gesellschaft (DBG)

Wir haben zwei Extrem-Sommer hinter uns mit langanhaltender Trockenheit und hohen Temperaturen. Insbesondere in Städten ist die Kühlungsfunktion von Bäumen unter diesen Bedingungen entscheidend für unser Wohlbefinden in den Städten. Die Geographin Frau Ballasus hat in Ihrer Masterarbeit unter Betreuung von Prof. Christian Wirth und Prof. Christoph Zielhofer mit dem Titel „Species effects on temperature regulating mechanisms in the tree canopies at the Leipzig Canopy Crane“ die Kronentemperaturen und deren Bestimmungsfaktoren von fünf Baumarten der Leipziger Auwalds untersucht. Frau Ballasus konnte zeigen, dass sich die Baumarten stark in ihren Kronentemperaturen unterscheiden. Die geringste Kühlungswirkung wiesen der Ahorn und die Linde auf, die mit einem dichten Blätterdach viel Strahlung absorbieren und gleichzeitig die Spaltöffnungen bei Trockenheit stärker schließen als Eiche und Esche. Die Arbeit konnte auch zeigen, wie stark die Baumarten unter der Trockenheit leiden. Eiche und Esche erwiesen sich vergleichsweise trockenresistent. Die Esche reduzierte selbst nach langer Trockenheit nicht ihren Wasserdurchsatz, war also in der Lage die Wasserreserven des Bodens besser auszunutzen als die vier anderen Baumarten.

Frau Ballasus wurde mit dem Preis der Deutschen Botanischen Gesellschaft für die beste botanische Masterarbeit der Universität Leipzig ausgezeichnet, weil sie in der Lage war, eine große Informationsmenge zur Beantwortung ihrer Fragestellung zusammenzuführen, mit fortgeschrittener Statistik intelligent auszuwerten und mit großer Klarheit zu interpretieren. Die Arbeit ist in englischer Sprache abgefasst und formal herausragend. Besonders beeindruckt war die Jury von der grafischen Zusammenfassung und der gründlichen und präzisen Literaturauswertung. Qualität und Komplexitätsgrad der Abschlussarbeit gehen deutlich über das Niveau einer Masterarbeit hinaus.

 

DFG-Rundgespräch “Auf dem Weg zur fluvialen Anthroposphäre”

Wir möchten Sie gerne einladen zu einem Rundgespräch zur Vorbereitung eines DFG-Schwerpunktprogramms „Auf dem Weg zur fluvialen Anthroposphäre“ am 29. Mai 2019 von 12.45 bis 17.15 Uhr in Leipzig. Tagungsort ist die Universität Leipzig, Institut für Geographie (Hörsaal), Talstraße 35, 04103 Leipzig.

Das von uns avisierte Schwerpunktprogramm (SPP) „Auf dem Weg zur fluvialen Anthroposphäre“ widmet sich den vorindustriellen Auen Mitteleuropas und den dort agierenden aquatisch-fluvial geprägten Gesellschaften. Auen gehören zu den dynamischsten Teilen der historischen Kulturlandschaft Mitteleuropas und sind ein Kernbereich des europäischen Kultur- und Naturerbes. Durch das hohe Nutzungspotential und die gleichzeitige Notwendigkeit der Nutzbarmachung und Minimierung von Risiken wurden viele Auen im Lauf der Zeit tiefgreifend anthropogen umgestaltet. Diese Umgestaltung kann so erheblich sein, dass ehemalige Auenräume heute nicht mehr als solche erkennbar sind. Nach aktuellem wissenschaftlichem Stand sind bis zu 95% der ursprünglichen Auen Mitteleuropas tiefgreifend umgestaltet oder zerstört. Doch auch die nach wie vor naturnahen Auen sind ein Substrat aus hydrosedimentär-klimatischen Prozessen und anthropogenen Eingriffen. Es stellt sich daher die Frage, ob beziehungsweise ab wann es gerechtfertigt ist, sie als „fluviale Anthroposphäre“ zu verstehen und welche sozio-ökologischen Systeme und Prozesse damit einhergehen. Bisherige Fallstudien aus unterschiedlichen geistes- und geowissenschaftlichen Fachbereichen und der Archäologie zeigen, dass die Umgestaltung der Auen durch den Menschen und die Ausbildung spezifischer aquatisch-fluvial geprägter Gesellschaften in vielen Flusssystemen bereits lange vor dem industriellen Zeitalter einsetzte. Der zeitliche Fokus des geplanten Schwerpunktprogramms liegt nach momentanem Kenntnisstand auf dem Mittelalter und der Neuzeit vor dem Einsetzen der Industrialisierung, ist aber je nach Flusssystem gegebenenfalls auch früher anzusetzen.

Weitere Informationen zur Thematik finden Sie unter:
Einladung

Informationen zur Anmeldung finden Sie unter:
Anmeldung

UNESCO-Weltkulturerbe Pestenacker

Physische Geographen der Universität Leipzig, Geophysiker des Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung in Leipzig und Archäologen des Bayerischen Landesamts für Denkmalpflege untersuchen im Rahmen eines gemeinsamen DFG-Projektes das UNESCO-Weltkulturerbe Pestenacker. Die steinzeitliche Feuchtbodensiedlung wird mithilfe der minimalinvasiven Direct push-Technik sondiert (Fernsehbeitrag des Bayerischen Rundfunks).

Neue geoarchäologische Studie zum Verlauf des Karlsgrabens

Die aktuelle Forschung zeigt, Karolinger hatten ausgezeichnete Geländekenntnisse.

Geographen und Archäologen der Universitäten Leipzig und Jena ist es mittels geoarchäologischer Erkundung und computergestützter Geländemodelle gelungen, eine alte Frage zum Karlsgraben zu beantworten. Bisher war nicht geklärt, warum der Kanal einen auffällig s-förmigen Verlauf hat. In der Vergangenheit haben Forscher darüber spekuliert, dass Wechsel des geologischen Untergrunds den s-förmigen Verlauf bedingen. Das Ergebnis der aktuellen Studie zeigt jedoch eine eindeutige Abhängigkeit des Kanalverlaufs von der Topographie. Mit dem s-förmigen Verlauf des Kanals konnte das notwendige Aushubvolumen minimiert werden.

Karlsgraben Luftbild

Foto 1: Luftbildaufnahme des Karlsgrabens im Winter. Die Pfeile zeigen den s-förmigen Verlauf des Karlsgrabens (Fotoquelle: O. Braasch, Bayerisches Landesamt für Denkmalpflege. Luftbildarchiv, Archivnummer 7130_027, Filmnummer 3840B, Bild 12, Aufnahme 19_02_1985)

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Mediterranean Desert Margin and Drylands Workshop (MULTIPP)

Welcome to Leipzig! About sixty invited scientific experts, young scientists and stakeholders participate at the international Mediterranean Desert Margin and Dryland Workshop from the 6th to 9th March 2018. The workshop is supported by the Federal Ministry of Education and Research (BMBF) and take place at the Institute of Geography, Leipzig University.

The major aim of the workshop is to discuss the environmental variability over the Holocene into the Anthropocene on the Mediterranean desert margins and drylands on different spatial and temporal scales and to understand the interactions between hydro‐climatic, geomorphological, ecological and socio‐ecological tipping points in the Mediterranean region.

In order to understand environmental and human responses on Holocene but also on future climate changes, we want to integrate a broad range of methods and research from (palaeo)climatic and (palaeo)environmental studies, archaeology, remote sensing applications, and modelling approaches.

All researchers and stakeholders are encouraged to communicate their methods, research results, challenges and probable aims in Mediterranean desert margin and dryland research. Based on that, existing and future research aims will be developed and consolidated during the workshop.

Mathias Ulrich, Christoph Zielhofer, Michael Vohland, and the Leipzig Physical Geography Team

 

Schedule_Multipp_Workshop_2018

 

 

Geophysikalische Untersuchungen an der Weißen Elster

Die im Rahmen des laufenden DFG-Projekts „Imprints of Rapid Climate Changes and human activity on Holocene hydro-sedimentary dynamics in Central Europe (loess-covered Weiße Elster model region)“ in Zusammenarbeit mit dem UFZ Leipzig durchgeführten geophysikalischen Messungen der elektromagnetischen Induktion zur großflächigen Erkundung des Auenuntergrunds werden in einem Radiobeitrag des WDR5 vorgestellt.

Beitrag von WDR5 Leonardo (Klicken um abzuspielen, Onlineplayer)

[gesendet am 11.01.18 in der Sendung Leonardo]
[eingestellt: 19.01.]

Leipziger Geoarchäologe an Sensationsfund in Bayern beteiligt

Forschern der Universität Leipzig ist in Zusammenarbeit mit Kollegen aus Jena, Kiel und München eine sensationelle Entdeckung gelungen: Sie konnten beweisen, dass mit dem Bau des sogenannten Karlsgrabens weit früher begonnen wurde als bisher angenommen. Untersuchungen der verwendeten Hölzer ergaben, dass die ältesten Exemplare von Bäumen stammten, die bereits im Winterhalbjahr 792/793 gefällt worden waren. Bislang galt Holz aus dem Herbst 793 als ältestes beim Bau des Karlsgrabens verwendetes Material. „Überraschend ist, dass die ältesten Hölzer am nördlichen Ende des bekannten Trassenverlaufs des Kanals liegen“, erklärt der Physische Geograph und Geoarchäologe Prof. Dr. Christoph Zielhofer von der Universität Leipzig. [veröffentlicht: 06.07.2017]
Pressemitteilung

Forscher untersuchen Region der Weißen Elster

Wissenschaftler aus Leipzig und Jena untersuchen in einem gemeinsamen, interdisziplinären Forschungsprojekt die Region der Weißen Elster und erhoffen sich dadurch Rückschlüsse auf Überflutungen und andere klimatische Ereignisse in Mitteleuropa seit dem Ende der letzten Eiszeit. Das gerade angelaufene, dreijährige Projekt wird von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) mit über 600.000 Euro finanziert. Beteiligt sind Physische Geographen der Universität Leipzig, Archäologen und Historiker der Universitäten Leipzig und Jena sowie Geophysiker des Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung (UFZ) in Leipzig. [veröffentlicht: 06.07.2017]
Pressemitteilung

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Leipziger Geographie-Studierende erkunden den Karlsgraben

Das physisch-geographische Forschungsprojekt des Bachelorstudienganges Geographie wurde im Juni 2017 am Karlsgraben zwischen Weißenburg (Bayern) und Treuchtlingen durchgeführt. Dieses Jahr stand die Wasserversorgung des frühmittelalterlichen Bauwerks im Fokus. Aus den bisherigen Studien ist bekannt, dass der Karlsgraben als Scheitelkanal konstruiert wurde. Das bedeutet auch, dass am Scheitelpunkt der Wasserzufluss liegen muss, damit die niedriger liegenden Weiher dadurch gespeist werden. [veröffentlicht: 28.06.2017]

Exkursionsbericht

Zusammenstellung Exkursionsbericht

Masterstudiengang Physische Geographie

Der Masterstudiengang Physische Geographie vermittelt berufsorientiert Kompetenzen für den Arbeitsmarkt. Gefragt sind Absolventen des Masterstudiengangs Physische Geographie bei Umwelt-Consulting-Büros, in Umwelt- und Landesämtern, in kommunalen Planungsbereichen, in geowissenschaftlichen Forschungseinrichtungen und in der weiterführenden, forschungsorientierten Doktorandenausbildung. Informationen zum Masterstudiengang Physische Geographie finden Sie im Flyer Master Physische Geographie und auf der Website. Anmeldeschluss zum Wintersemester 2016/2017 ist der 31.5.2016. Die Anmeldung findet zentral über das Online-Portal der Universität Leipzig statt. [eingestellt: 03.05.2016]