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Innovationsstrategie Open Osterland

 

Erfolgreicher Strukturwandel zeichnet sich dadurch aus, dass es gelingt, gefährdete Strukturen durch die Herausbildung zukunftsträchtiger neuer Wertschöpfungsstrukturen mit ausgeprägter regionaler Verwurzelung zu überwinden. Angesichts der für Ostdeutschland typischen Branchenheterogenität und Kleinteiligkeit junger Unternehmen mit Wachstumspotential kommt sozialen Innovationen eine besonders große Bedeutung zu, um Skalierungseffekte hervorzurufen. Durch neue Formen der Interaktion und Verknüpfung zwischen unterschiedlichsten Akteuren in der Region soll ein Experimentierfeld für neuartige Netzwerkstrukturen zwischen Unternehmen unterschiedlichster Branchen, Gründern und Akteuren der Zivilgesellschaft entstehen.

Gesamtziel des Projekts open OSTERLAND ist es, die notwendigen Voraussetzungen für einen wirtschaftlichen Strukturwandel aus eigener Kraft in dieser Region auf den Weg zu bringen. Die Strategie umfasst drei Handlungsstränge (technologiegestützt, kommunalpolitisch gestützt, regionalpolitisch gestützt), die sich auf die Mittelzentren der Region konzentrieren. Diese Mittelzentren sollen Leuchtturmfunktionen übernehmen, um einsetzende SpillOver-Effekte in den Großstädten gezielt auf sich zu lenken und eigene kleine Schwarmeffekte hervorzurufen.

Technologiegestützter Ansatz

Der technologiegestützte Ansatz adressiert Handlungsfelder, die gezielt ausgerichtet an Potentialen und Bedarfen der Region zusätzliche Wertschöpfung versprechen. Insbesondere Ansätze lokaler Wirtschaftskreisläufe in der (nachhaltigen) Ressourcenbereitstellung besitzen durch Kompensation entsprechender Einfuhren das Potential, in nennenswerten Umfang die Wertschöpfungs- und Beschäftigungslücken der auslaufenden Kohleverstromung zu schließen.

Kommunalpolitisch gestützter Ansatz

Die Wirkmächtigkeit eines Stadt-spezifischen strategischen Zukunftsleitbilds vermag weit über die Rolle kommunaler Stadtentwicklungsplanung hinaus zu gehen. Angesichts von Herausforderungen des Strukturwandels wird eine Selbstverortung mit klaren, nachvollziehbaren Zielvorstellungen zum unverzichtbaren Instrument für jede betrachtete Mittelstadt.

Regionalpolitisch gestützter Ansatz

Eine Selbstwahrnehmung als Teil einer gemeinsamen Region (des Strukturwandels) bietet für jede ihrer Mittelstädte die Chance, gerade im Schatten umliegender Großstädte zusätzliche Sichtbarkeit zu gewinnen. Gemeinsame Markenzeichen bilden sich dabei aus dem spezifischen Profil dieser Städte mit deren Umland ebenso wie aus den Kernanliegen dieses Innovationskonzepts. Besondere Bedeutung für den Erfolg dieser Maßnahmen trägt die administrative Zusammenarbeit der beteiligten Landkreise.

Zusammenfassung

Alle Maßnahmen laufen zusammen an einem jeweils Mittelstadt-zentralen Ort, den „OsterSpaces“:  einem physischen Ort in jeder Stadt, orientiert am Modell der Co-working Spaces und des Community-Managements, an dem die handelnden Akteure, neu dazu stoßende Interessierte und kommunale Inkubatoren zusammenkommen und die nötige Infrastruktur (Breitbandanschluss, Makerspace, leistungsfähiger ÖPNV, Versorgungs- und Kultureinrichtungen) gebündelt vorfinden. An diesen Orten sollen die genannten Aktivitäten zusammengeführt werden, um gegenseitige Lernprozesse für weitere zukünftige soziale Innovationen anzustoßen. Für solche Möglichkeitsorte lassen sich in zentraler Lage in allen Mittelstädten inspirierende und geeignete Gebäude erschließen, häufig im Leerstand, deren „Rettung“ auch zu einer städtebaulichen Aufwertung im Umfeld beitragen wird.

Die Erarbeitung des Innovationskonzepts erfolgt im Austausch mit den Interessengruppen und Unternehmen der Zielregion. Eine Umsetzung der Lösungsansätze ist nur durch eine enge Zusammenarbeit der ansässigen Akteure aus Wissenschaft, Wirtschaft und Verwaltung möglich.

 

Weitere Informationen

www.open-osterland.de

Letzte Änderung: 17. November 2018