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Abgeschlossene Forschungsprojekte

Tourismus im Geopark Nordsachsen: Potenziale und Handlungsspielräume

Zwischen dem Geopark Nordsachsen und dem Institut für Geographie der Universität Leipzig besteht schon länger eine Zusammenarbeit, deren Fokus bisher war, die naturräumlichen Besonderheiten des Gebiets im Hinblick auf eine touristische Vermarktung herauszuarbeiten und zu präsentieren. Weitgehend unbekannt war jedoch bislang, durch welche Merkmale sich die Nutzer/-innen touristischer Angebote überhaupt auszeichnen und wie neue Nutzer/-innen für die Region gewonnen werden können.

Für diese Fragestellungen entwickelten die Teilnehmer eines Projektseminars eine Untersuchung für eine Nutzer- und Potenzialanalyse zum Thema Tourismus im Geopark Nordsachsen. Drei zentrale Fragestellungen wurden vorab herausgearbeitet:

  • Wer sind die aktuellen Nutzer touristischer Angebote im Gebiet des Geoparks?
  • Welche potenziellen Nutzergruppen lassen sich am besten erschließen?
  • Wie sehen die Akteure vor Ort selbst das touristische Potenzial der Region?

Die Beantwortung dieser Forschungsfragen wurde mit zwei Methoden bearbeitet. Die ersten beiden lassen sich am besten mit den Ergebnissen aus einer standardisierten Befragung beantworten. Dabei wurden sowohl derzeitige als auch potentielle touristische Nutzer des Untersuchungsgebiets in identischen Interviewsituationen mit einem gleich bleibenden Fragebogen erhoben. Da das Interesse neben den jetzigen auch den zukünftig möglichen Nutzern galt, wurden nicht nur Befragungsstandorte im Gebiet der Hohburger Berge, sondern auch in der Umgebung und in Leipzig ausgewählt. Dabei wurde besonders auf touristisch etablierte Ziele (z.B. Herrenhaus Röcknitz, Steinarbeiterhaus Hohburg, Park Canitz, Gasthof und Geoportal Frauwalde, Cospudener See) aber auch für die tägliche Versorgung frequentierte Bereiche (Marktplätze in Wurzen, Eilenburg, Schildau, Innenstadt Leipzig) wert gelegt.

Die Analyse umfasste die Herkunft und sozioökonomischen Merkmale der aktuellen Besucher, die Stile und Standorte ihrer Freizeitgestaltung, sowie ihre Wahrnehmung der Hohburger Berge. Von den weiteren Nutzern des Leipziger Umlands als potenzielle Besucher des Geoparks wurden Ansprüche an Ausflugsziele und gewünschte Freizeitaktivitäten erhoben. Die Erkenntnisse auch in konkrete Aktionen umzusetzen fällt wesentlich leichter, wenn geeignete Ansatzpunkte bekannt sind. Um solche zu identifizieren, haben die Teilnehmer einzelne qualitative Interviews mit Akteuren der Region geführt. Die bestehenden Netzwerke zwischen ihnen sind als eine große Stärke zu sehen und in jedem Fall für die weitere Arbeit zu nutzen.

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Letzte Änderung: 24. April 2017